<![CDATA[DJTUNES' Frittenbude Artist Feed]]> http://www.djtunes.com/frittenbude?feed=1 Fri, 06 May 2016 09:26:43 +0000 support@djtunes.com (DJTUNES.COM GmbH) support@djtunes.com All rights reserved by DJTUNES.COM GmbH http://www.djtunes.com/public/images/logo/djtunes_logo.png <![CDATA[DJTUNES' Frittenbude Artist Feed]]> http://www.djtunes.com/frittenbude?feed=1 Zend_Feed en http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss 0 <![CDATA[Fetzen aus Absicht (feat. Anne) - Frittenbude]]> http://www.djtunes.com/frittenbude/gaensemuseum/fetzen-aus-absicht-feat-anne__6802868 Fetzen aus Absicht (feat. Anne) - Frittenbude

  Duration: 00:02:42
Release date: 2015-10-22
Label: Audiolith
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Thu, 22 Oct 2015 00:00:00 +0000 http://www.djtunes.com/frittenbude/gaensemuseum/fetzen-aus-absicht-feat-anne__6802868
<![CDATA[Matthias Schweighöfer - Frittenbude]]> http://www.djtunes.com/frittenbude/gaensemuseum/matthias-schweighoefer__6802870 Matthias Schweighöfer - Frittenbude

  Duration: 00:04:06
Release date: 2015-10-22
Label: Audiolith
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Thu, 22 Oct 2015 00:00:00 +0000 http://www.djtunes.com/frittenbude/gaensemuseum/matthias-schweighoefer__6802870
<![CDATA[Westberlin Meskalin - Frittenbude]]> http://www.djtunes.com/frittenbude/gaensemuseum/westberlin-meskalin__6802871 Westberlin Meskalin - Frittenbude

  Duration: 00:04:24
Release date: 2015-10-22
Label: Audiolith
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Thu, 22 Oct 2015 00:00:00 +0000 http://www.djtunes.com/frittenbude/gaensemuseum/westberlin-meskalin__6802871
<![CDATA[Ein Haus aus Pflastersteinen (feat. Saalschutz) - Frittenbude]]> http://www.djtunes.com/frittenbude/gaensemuseum/ein-haus-aus-pflastersteinen-feat-saalschutz__6802869 Ein Haus aus Pflastersteinen (feat. Saalschutz) - Frittenbude

  Duration: 00:03:46
Release date: 2015-10-22
Label: Audiolith
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Thu, 22 Oct 2015 00:00:00 +0000 http://www.djtunes.com/frittenbude/gaensemuseum/ein-haus-aus-pflastersteinen-feat-saalschutz__6802869
<![CDATA[Gänsemuseum - Frittenbude]]> http://www.djtunes.com/frittenbude/gaensemuseum Gänsemuseum - Frittenbude

  Track list:
Fetzen aus Absicht (feat. Anne) - Frittenbude
Ein Haus aus Pflastersteinen (feat. Saalschutz) - Frittenbude
Matthias Schweighöfer - Frittenbude
Westberlin Meskalin - Frittenbude
Mein Spatz (feat. jamesreindeer) - Frittenbude

Description:
Frittenbude haben schon immer lieber geschwitzt anstatt zu schlafen. In neun Jahren haben Johannes Rögner, Jakob Häglsperger und Martin Steer noch jeden versifften Jugendzentrumfußboden mit dem Shirt aufgewischt. Frittenbude haben aber ebenfalls schon immer lieber Statements abgeliefert statt zu schweigen. Die drei Exil-Bajuwaren haben den gesamtdeutschen Alltagsabfuck mit klarobskuren Worten umzingelt anstatt mit erhobenem Zeigefinger Gemeinplätze abzusabbern. Drei Alben lang ging das gut. Nachtigall kam 2008, Katzengold 2010, Delfinarium 2012 und dann erst mal nichts mehr, oder zumindest sehr wenig. Es war Zeit für »Urlaub vom Feiern«, das heißt: »Urlaub in Bayern«, wo sie schon lange nicht mehr leben (wollen, können, sollen). Es war höchste Zeit, den Frontallappen auszuwringen und sich neu aufzustellen. Rave ist schließlich, das wissen Frittenbude am besten, kein Hobby. Und wenn die Passion erst zur Profession geworden ist, muss Bewegung her. Nur bitte, bitte keinen Vorsprung durch Hektik forcieren. Es ging ja doch weiter in den drei Jahren, die zwischen Delfinarium und dem vierten Album Küken des Orion verstrichen sind. Für jeden anders, aber für alle gemeinsam. Häglsperger hat für Marcus Wiebusch und Fuck Art, Let’s Dance produziert und debütierte 2014 mit fluffigen House-Anleihen als Kalipo auf ANTIME, dem zum Netzwerk mutierten ehemaligen Netlabel von Martin Steer, der nebenbei solo an einem Album mit experimentellem Techno arbeitete und an einer neuen Platte seiner Band pandoras.box feilte. Johannes Rögner pushte derweil über sein Imprint Anette Records frische Cuts wie andere verschnittenes Gras und nahm wie nebenbei mit Kevin Hamann alias ClickClickDecker unter dem Namen Lama L.A. ein Album auf. Für ihre umjubelten Konzerte haben sie in der Zeit selten zusammengefunden, trotzdem: Die Küken des Orion reichten sich am Sternenhimmel friedlich und inspirierter denn je die Flügel. In der Musikwelt gilt ja: Wenn die Zeitspannen länger werden, steigt die Spannung an. Was es heißt, wenn Frittenbude nach drei Jahren ambitionierter und kompromissloser zurückkommen? Heißen wird es zumindest: Frittenbude seien jetzt erwachsen geworden. Vielleicht sogar: Frittenbude würden jetzt Diskursrock machen. Denn sie hängen mittlerweile mit Dirk von Lotzow von Tocotronic ab, paffen womöglich Selbstgedrehte und palavern über die Übel des Neoliberalismus. Oder etwa: Frittenbude wären zum Prog Rock-Act in Stadiongröße mutiert, komplett mit Kinderchor, riesigem Analog-Fuhrpark, Live-Drummer und Keyboard-Mensch auf der Bühne. Wenn nicht sogar: Die wollen jetzt Avantgarde versuchen. Mit zig impliziten Querverweisen auf die Musikgeschichte, sogar einer verkappten Coverversion von diesem einen Wir Sind Helden-Song und avancierterem Sounddesign als je zuvor. Das wäre natürlich totaler Quatsch. Aber irgendwie auch nicht unrichtig. Es ist nichts, wie es aussieht. Denn Frittenbude sind die Alten geblieben, das heißt: Sie sind offen geblieben. Das heißt: Sie schauen weiterhin nach hinten, links und rechts, während sie voran gehen. Das Eigene haben sie dabei zwischen Alt und Neu wiedergefunden. Frittenbude bleiben Frittenbude und sind ein ganzes Stück weiter. Die bratzigen Knarzbässe wurden nicht über Bord geworfen, die zuckrigen Hooks ebenfalls nicht. Küken des Orion hat noch Hits wie »Die Möglichkeit eines Lamas« und druckreiche Hymen wie »Stürzende Helden«, es hat sich aber noch viel mehr in das runde Gesamtbild eingeschmuggelt, das Frittenbude mit Analog-Synthies, Samples, Gitarren und Vocals zwischen Sprech und Gesang 2015 eindrucksvoller denn je zeichnen. Das ist Kunst, nicht erst in tausend Jahren. Und wer darüber Electropunk für tot erklären will, soll das gerne machen – Frittenbude drehen solange den Bass raus und dann genüsslich wieder rein, um die geifernden Spatzen von den Dächern zu fegen. Frittenbudes stilistische Offenheit ist weder neu noch beschränkt sie sich rein auf die Musik. Sie war, ist und bleibt das beste Gegenmittel gegen die scheuverklappte Gesamtsituation. Frittenbude sind nicht immer dagegen, aber selten dafür. Und sehen keinesfalls schwarz-weiß. Über das engagierte Sloganeering ihrer früheren Alben wurden allzu oft die lyrische Substanz ihre Texte übersehen – sei’s drum, der Zweck heiligte selbst das Gekrittel. Küken des Orion gibt sich aber nicht mehr mit Verdaulichem zufrieden, will quer durch den Magen geschoben werden. Wenn die Dinge komplexer werden, müssen die Kommentare komplizierter werden. Die Anleitung zum Selberdenken wird von Frittenbude nicht vorgeschrieben. Alles andere wäre auch widersinnig. Frittenbude ist immer noch das, was ihr draus macht. Nur ein bisschen mehr davon. Also, was heißt das alles jetzt noch mal? Das heißt das: »Michael Jackson Hatte Recht«: Du bist nicht allein. Frittenbude werden bei euch sein. Sie sind so klar wie noch nie, sie sind so da wie noch nie. Alles wird neu.
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Thu, 22 Oct 2015 00:00:00 +0000 http://www.djtunes.com/frittenbude/gaensemuseum
<![CDATA[Küken des Orion - Frittenbude]]> http://www.djtunes.com/frittenbude/kueken-des-orion Küken des Orion - Frittenbude

  Track list:
Army of Küken - Frittenbude
Die Möglichkeit eines Lamas - Frittenbude
Stürzende Helden - Frittenbude
Endlich unendlich - Frittenbude
Was am Ende bleibt (feat. Dirk von Lowtzow) - Frittenbude
So da wie noch nie - Frittenbude
Schlachtfeld der Schande - Frittenbude
Padmé - Frittenbude
Alles wird Staub - Frittenbude
Ostsee, California - Frittenbude
The Striz - Frittenbude
Rave ist kein Hobby - Frittenbude
Michael Jackson hatte Recht - Frittenbude

Description:
Frittenbude haben schon immer lieber geschwitzt anstatt zu schlafen. In neun Jahren haben Johannes Rögner, Jakob Häglsperger und Martin Steer noch jeden versifften Jugendzentrumfußboden mit dem Shirt aufgewischt. Frittenbude haben aber ebenfalls schon immer lieber Statements abgeliefert statt zu schweigen. Die drei Exil-Bajuwaren haben den gesamtdeutschen Alltagsabfuck mit klarobskuren Worten umzingelt anstatt mit erhobenem Zeigefinger Gemeinplätze abzusabbern. Drei Alben lang ging das gut. Nachtigall kam 2008, Katzengold 2010, Delfinarium 2012 und dann erst mal nichts mehr, oder zumindest sehr wenig. Es war Zeit für »Urlaub vom Feiern«, das heißt: »Urlaub in Bayern«, wo sie schon lange nicht mehr leben (wollen, können, sollen). Es war höchste Zeit, den Frontallappen auszuwringen und sich neu aufzustellen. Rave ist schließlich, das wissen Frittenbude am besten, kein Hobby. Und wenn die Passion erst zur Profession geworden ist, muss Bewegung her. Nur bitte, bitte keinen Vorsprung durch Hektik forcieren. Es ging ja doch weiter in den drei Jahren, die zwischen Delfinarium und dem vierten Album Küken des Orion verstrichen sind. Für jeden anders, aber für alle gemeinsam. Häglsperger hat für Marcus Wiebusch und Fuck Art, Let’s Dance produziert und debütierte 2014 mit fluffigen House-Anleihen als Kalipo auf ANTIME, dem zum Netzwerk mutierten ehemaligen Netlabel von Martin Steer, der nebenbei solo an einem Album mit experimentellem Techno arbeitete und an einer neuen Platte seiner Band pandoras.box feilte. Johannes Rögner pushte derweil über sein Imprint Anette Records frische Cuts wie andere verschnittenes Gras und nahm wie nebenbei mit Kevin Hamann alias ClickClickDecker unter dem Namen Lama L.A. ein Album auf. Für ihre umjubelten Konzerte haben sie in der Zeit selten zusammengefunden, trotzdem: Die Küken des Orion reichten sich am Sternenhimmel friedlich und inspirierter denn je die Flügel. In der Musikwelt gilt ja: Wenn die Zeitspannen länger werden, steigt die Spannung an. Was es heißt, wenn Frittenbude nach drei Jahren ambitionierter und kompromissloser zurückkommen? Heißen wird es zumindest: Frittenbude seien jetzt erwachsen geworden. Vielleicht sogar: Frittenbude würden jetzt Diskursrock machen. Denn sie hängen mittlerweile mit Dirk von Lotzow von Tocotronic ab, paffen womöglich Selbstgedrehte und palavern über die Übel des Neoliberalismus. Oder etwa: Frittenbude wären zum Prog Rock-Act in Stadiongröße mutiert, komplett mit Kinderchor, riesigem Analog-Fuhrpark, Live-Drummer und Keyboard-Mensch auf der Bühne. Wenn nicht sogar: Die wollen jetzt Avantgarde versuchen. Mit zig impliziten Querverweisen auf die Musikgeschichte, sogar einer verkappten Coverversion von diesem einen Wir Sind Helden-Song und avancierterem Sounddesign als je zuvor. Das wäre natürlich totaler Quatsch. Aber irgendwie auch nicht unrichtig. Es ist nichts, wie es aussieht. Denn Frittenbude sind die Alten geblieben, das heißt: Sie sind offen geblieben. Das heißt: Sie schauen weiterhin nach hinten, links und rechts, während sie voran gehen. Das Eigene haben sie dabei zwischen Alt und Neu wiedergefunden. Frittenbude bleiben Frittenbude und sind ein ganzes Stück weiter. Die bratzigen Knarzbässe wurden nicht über Bord geworfen, die zuckrigen Hooks ebenfalls nicht. Küken des Orion hat noch Hits wie »Die Möglichkeit eines Lamas« und druckreiche Hymen wie »Stürzende Helden«, es hat sich aber noch viel mehr in das runde Gesamtbild eingeschmuggelt, das Frittenbude mit Analog-Synthies, Samples, Gitarren und Vocals zwischen Sprech und Gesang 2015 eindrucksvoller denn je zeichnen. Das ist Kunst, nicht erst in tausend Jahren. Und wer darüber Electropunk für tot erklären will, soll das gerne machen – Frittenbude drehen solange den Bass raus und dann genüsslich wieder rein, um die geifernden Spatzen von den Dächern zu fegen. Frittenbudes stilistische Offenheit ist weder neu noch beschränkt sie sich rein auf die Musik. Sie war, ist und bleibt das beste Gegenmittel gegen die scheuverklappte Gesamtsituation. Frittenbude sind nicht immer dagegen, aber selten dafür. Und sehen keinesfalls schwarz-weiß. Über das engagierte Sloganeering ihrer früheren Alben wurden allzu oft die lyrische Substanz ihre Texte übersehen – sei’s drum, der Zweck heiligte selbst das Gekrittel. Küken des Orion gibt sich aber nicht mehr mit Verdaulichem zufrieden, will quer durch den Magen geschoben werden. Wenn die Dinge komplexer werden, müssen die Kommentare komplizierter werden. Die Anleitung zum Selberdenken wird von Frittenbude nicht vorgeschrieben. Alles andere wäre auch widersinnig. Frittenbude ist immer noch das, was ihr draus macht. Nur ein bisschen mehr davon. Also, was heißt das alles jetzt noch mal? Das heißt das: »Michael Jackson Hatte Recht«: Du bist nicht allein. Frittenbude werden bei euch sein. Sie sind so klar wie noch nie, sie sind so da wie noch nie. Alles wird neu.
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Thu, 20 Aug 2015 00:00:00 +0000 http://www.djtunes.com/frittenbude/kueken-des-orion
<![CDATA[Die Möglichkeit eines Lamas - Frittenbude]]> http://www.djtunes.com/frittenbude/die-moeglichkeit-eines-lamas Die Möglichkeit eines Lamas - Frittenbude

  Track list:
Die Möglichkeit eines Lamas - Frittenbude

Description:
Frittenbude haben schon immer lieber geschwitzt anstatt zu schlafen. In neun Jahren haben Johannes Rögner, Jakob Häglsperger und Martin Steer noch jeden versifften Jugendzentrumfußboden mit dem Shirt aufgewischt. Frittenbude haben aber ebenfalls schon immer lieber Statements abgeliefert statt zu schweigen. Die drei Exil-Bajuwaren haben den gesamtdeutschen Alltagsabfuck mit klarobskuren Worten umzingelt anstatt mit erhobenem Zeigefinger Gemeinplätze abzusabbern. Drei Alben lang ging das gut. Nachtigall kam 2008, Katzengold 2010, Delfinarium 2012 und dann erst mal nichts mehr, oder zumindest sehr wenig. Es war Zeit für »Urlaub vom Feiern«, das heißt: »Urlaub in Bayern«, wo sie schon lange nicht mehr leben (wollen, können, sollen). Es war höchste Zeit, den Frontallappen auszuwringen und sich neu aufzustellen. Rave ist schließlich, das wissen Frittenbude am besten, kein Hobby. Und wenn die Passion erst zur Profession geworden ist, muss Bewegung her. Nur bitte, bitte keinen Vorsprung durch Hektik forcieren. Es ging ja doch weiter in den drei Jahren, die zwischen Delfinarium und dem vierten Album Küken des Orion verstrichen sind. Für jeden anders, aber für alle gemeinsam. Häglsperger hat für Marcus Wiebusch und Fuck Art, Let’s Dance produziert und debütierte 2014 mit fluffigen House-Anleihen als Kalipo auf ANTIME, dem zum Netzwerk mutierten ehemaligen Netlabel von Martin Steer, der nebenbei solo an einem Album mit experimentellem Techno arbeitete und an einer neuen Platte seiner Band pandoras.box feilte. Johannes Rögner pushte derweil über sein Imprint Anette Records frische Cuts wie andere verschnittenes Gras und nahm wie nebenbei mit Kevin Hamann alias ClickClickDecker unter dem Namen Lama L.A. ein Album auf. Für ihre umjubelten Konzerte haben sie in der Zeit selten zusammengefunden, trotzdem: Die Küken des Orion reichten sich am Sternenhimmel friedlich und inspirierter denn je die Flügel. In der Musikwelt gilt ja: Wenn die Zeitspannen länger werden, steigt die Spannung an. Was es heißt, wenn Frittenbude nach drei Jahren ambitionierter und kompromissloser zurückkommen? Heißen wird es zumindest: Frittenbude seien jetzt erwachsen geworden. Vielleicht sogar: Frittenbude würden jetzt Diskursrock machen. Denn sie hängen mittlerweile mit Dirk von Lotzow von Tocotronic ab, paffen womöglich Selbstgedrehte und palavern über die Übel des Neoliberalismus. Oder etwa: Frittenbude wären zum Prog Rock-Act in Stadiongröße mutiert, komplett mit Kinderchor, riesigem Analog-Fuhrpark, Live-Drummer und Keyboard-Mensch auf der Bühne. Wenn nicht sogar: Die wollen jetzt Avantgarde versuchen. Mit zig impliziten Querverweisen auf die Musikgeschichte, sogar einer verkappten Coverversion von diesem einen Wir Sind Helden-Song und avancierterem Sounddesign als je zuvor. Das wäre natürlich totaler Quatsch. Aber irgendwie auch nicht unrichtig. Es ist nichts, wie es aussieht. Denn Frittenbude sind die Alten geblieben, das heißt: Sie sind offen geblieben. Das heißt: Sie schauen weiterhin nach hinten, links und rechts, während sie voran gehen. Das Eigene haben sie dabei zwischen Alt und Neu wiedergefunden. Frittenbude bleiben Frittenbude und sind ein ganzes Stück weiter. Die bratzigen Knarzbässe wurden nicht über Bord geworfen, die zuckrigen Hooks ebenfalls nicht. Küken des Orion hat noch Hits wie »Die Möglichkeit eines Lamas« und druckreiche Hymen wie »Stürzende Helden«, es hat sich aber noch viel mehr in das runde Gesamtbild eingeschmuggelt, das Frittenbude mit Analog-Synthies, Samples, Gitarren und Vocals zwischen Sprech und Gesang 2015 eindrucksvoller denn je zeichnen. Das ist Kunst, nicht erst in tausend Jahren. Und wer darüber Electropunk für tot erklären will, soll das gerne machen – Frittenbude drehen solange den Bass raus und dann genüsslich wieder rein, um die geifernden Spatzen von den Dächern zu fegen. Frittenbudes stilistische Offenheit ist weder neu noch beschränkt sie sich rein auf die Musik. Sie war, ist und bleibt das beste Gegenmittel gegen die scheuverklappte Gesamtsituation. Frittenbude sind nicht immer dagegen, aber selten dafür. Und sehen keinesfalls schwarz-weiß. Über das engagierte Sloganeering ihrer früheren Alben wurden allzu oft die lyrische Substanz ihre Texte übersehen – sei’s drum, der Zweck heiligte selbst das Gekrittel. Küken des Orion gibt sich aber nicht mehr mit Verdaulichem zufrieden, will quer durch den Magen geschoben werden. Wenn die Dinge komplexer werden, müssen die Kommentare komplizierter werden. Die Anleitung zum Selberdenken wird von Frittenbude nicht vorgeschrieben. Alles andere wäre auch widersinnig. Frittenbude ist immer noch das, was ihr draus macht. Nur ein bisschen mehr davon. Also, was heißt das alles jetzt noch mal? Das heißt das: »Michael Jackson Hatte Recht«: Du bist nicht allein. Frittenbude werden bei euch sein. Sie sind so klar wie noch nie, sie sind so da wie noch nie. Alles wird neu.
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Thu, 30 Jul 2015 00:00:00 +0000 http://www.djtunes.com/frittenbude/die-moeglichkeit-eines-lamas
<![CDATA[Stürzende Helden - Frittenbude]]> http://www.djtunes.com/frittenbude/stuerzende-helden Stürzende Helden - Frittenbude

  Track list:
Stürzende Helden - Frittenbude

Description:
Frittenbude haben schon immer lieber geschwitzt anstatt zu schlafen. In neun Jahren haben Johannes Rögner, Jakob Häglsperger und Martin Steer noch jeden versifften Jugendzentrumfußboden mit dem Shirt aufgewischt. Frittenbude haben aber ebenfalls schon immer lieber Statements abgeliefert statt zu schweigen. Die drei Exil-Bajuwaren haben den gesamtdeutschen Alltagsabfuck mit klarobskuren Worten umzingelt anstatt mit erhobenem Zeigefinger Gemeinplätze abzusabbern. Drei Alben lang ging das gut. Nachtigall kam 2008, Katzengold 2010, Delfinarium 2012 und dann erst mal nichts mehr, oder zumindest sehr wenig. Es war Zeit für »Urlaub vom Feiern«, das heißt: »Urlaub in Bayern«, wo sie schon lange nicht mehr leben (wollen, können, sollen). Es war höchste Zeit, den Frontallappen auszuwringen und sich neu aufzustellen. Rave ist schließlich, das wissen Frittenbude am besten, kein Hobby. Und wenn die Passion erst zur Profession geworden ist, muss Bewegung her. Nur bitte, bitte keinen Vorsprung durch Hektik forcieren. Es ging ja doch weiter in den drei Jahren, die zwischen Delfinarium und dem vierten Album Küken des Orion verstrichen sind. Für jeden anders, aber für alle gemeinsam. Häglsperger hat für Marcus Wiebusch und Fuck Art, Let’s Dance produziert und debütierte 2014 mit fluffigen House-Anleihen als Kalipo auf ANTIME, dem zum Netzwerk mutierten ehemaligen Netlabel von Martin Steer, der nebenbei solo an einem Album mit experimentellem Techno arbeitete und an einer neuen Platte seiner Band pandoras.box feilte. Johannes Rögner pushte derweil über sein Imprint Anette Records frische Cuts wie andere verschnittenes Gras und nahm wie nebenbei mit Kevin Hamann alias ClickClickDecker unter dem Namen Lama L.A. ein Album auf. Für ihre umjubelten Konzerte haben sie in der Zeit selten zusammengefunden, trotzdem: Die Küken des Orion reichten sich am Sternenhimmel friedlich und inspirierter denn je die Flügel. In der Musikwelt gilt ja: Wenn die Zeitspannen länger werden, steigt die Spannung an. Was es heißt, wenn Frittenbude nach drei Jahren ambitionierter und kompromissloser zurückkommen? Heißen wird es zumindest: Frittenbude seien jetzt erwachsen geworden. Vielleicht sogar: Frittenbude würden jetzt Diskursrock machen. Denn sie hängen mittlerweile mit Dirk von Lotzow von Tocotronic ab, paffen womöglich Selbstgedrehte und palavern über die Übel des Neoliberalismus. Oder etwa: Frittenbude wären zum Prog Rock-Act in Stadiongröße mutiert, komplett mit Kinderchor, riesigem Analog-Fuhrpark, Live-Drummer und Keyboard-Mensch auf der Bühne. Wenn nicht sogar: Die wollen jetzt Avantgarde versuchen. Mit zig impliziten Querverweisen auf die Musikgeschichte, sogar einer verkappten Coverversion von diesem einen Wir Sind Helden-Song und avancierterem Sounddesign als je zuvor. Das wäre natürlich totaler Quatsch. Aber irgendwie auch nicht unrichtig. Es ist nichts, wie es aussieht. Denn Frittenbude sind die Alten geblieben, das heißt: Sie sind offen geblieben. Das heißt: Sie schauen weiterhin nach hinten, links und rechts, während sie voran gehen. Das Eigene haben sie dabei zwischen Alt und Neu wiedergefunden. Frittenbude bleiben Frittenbude und sind ein ganzes Stück weiter. Die bratzigen Knarzbässe wurden nicht über Bord geworfen, die zuckrigen Hooks ebenfalls nicht. Küken des Orion hat noch Hits wie »Die Möglichkeit eines Lamas« und druckreiche Hymen wie »Stürzende Helden«, es hat sich aber noch viel mehr in das runde Gesamtbild eingeschmuggelt, das Frittenbude mit Analog-Synthies, Samples, Gitarren und Vocals zwischen Sprech und Gesang 2015 eindrucksvoller denn je zeichnen. Das ist Kunst, nicht erst in tausend Jahren. Und wer darüber Electropunk für tot erklären will, soll das gerne machen – Frittenbude drehen solange den Bass raus und dann genüsslich wieder rein, um die geifernden Spatzen von den Dächern zu fegen. Frittenbudes stilistische Offenheit ist weder neu noch beschränkt sie sich rein auf die Musik. Sie war, ist und bleibt das beste Gegenmittel gegen die scheuverklappte Gesamtsituation. Frittenbude sind nicht immer dagegen, aber selten dafür. Und sehen keinesfalls schwarz-weiß. Über das engagierte Sloganeering ihrer früheren Alben wurden allzu oft die lyrische Substanz ihre Texte übersehen – sei’s drum, der Zweck heiligte selbst das Gekrittel. Küken des Orion gibt sich aber nicht mehr mit Verdaulichem zufrieden, will quer durch den Magen geschoben werden. Wenn die Dinge komplexer werden, müssen die Kommentare komplizierter werden. Die Anleitung zum Selberdenken wird von Frittenbude nicht vorgeschrieben. Alles andere wäre auch widersinnig. Frittenbude ist immer noch das, was ihr draus macht. Nur ein bisschen mehr davon. Also, was heißt das alles jetzt noch mal? Das heißt das: »Michael Jackson Hatte Recht«: Du bist nicht allein. Frittenbude werden bei euch sein. Sie sind so klar wie noch nie, sie sind so da wie noch nie. Alles wird neu.
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Sun, 14 Jun 2015 00:00:00 +0000 http://www.djtunes.com/frittenbude/stuerzende-helden